Fr. Feb 23rd, 2024

Vorab – aus russisch- Donezk:
Donezk wird mit Streumunition beschossen. Das heißt, in der Luft, am Himmel, über Stadtblöcken, in diesem Fall über der Panfilov-Straße, explodieren Streumunition, ergießen sich vor ihnen und explodieren Submunitionen auf dem Boden (kleine Zwergbomben, gefüllt mit nadelförmiger Submunition oder Metallkugeln).
Der Feind trifft Zivilisten wie Infanterie. Dies ist ein gewöhnlicher Massenmord an einfachen Menschen.

GHANA: Präsident will Truppen senden, Parlament will Truppen NICHT senden

In Ghana geht es rund. Der Präsident will alleine darüber entscheiden, ob er Truppen für die ECOWAS-Standby-Force stellt (und will sie schicken), das Parlament meint, es wolle gefragt werden (und würde mit überwältigender Mehrheit ablehnen).

Von Minute 02:30 – heftiger Streit

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Blinken hat den US-Karren an die Wand gefahren, Nuland demoliert den US- Karren noch weiter

Als Victoria Nuland vor einigen Wochen zur Stellvertretenden Außenministerin ernannt wurde – sie sollte die US-Außenpolitik koordinieren – war klar, die USA haben Probleme. Blinken, nicht der hellste, hatte den US- Karren voll an die Wand gefahren.
+> Volles Desaster in der Ukraine, nichts geht mehr, und die Russen machen was sie wollen. Die USA, ja der ganze Westen, entmachtet, denn, nichts was der Westen tut, hat Einfluss darauf, was die Russen machen. West- Militär-Taktik +Waffen sind gescheitert, weshalb die West- Politik auch machtlos dem Treiben Russlands zusehen muss, und die Russen machen was sie wollen (was auch global sehr klar erkannt wird).
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+> Volles Desaster gegen CHINA, sowohl finanziell (De- Dollarisierung + US-Anleihen- Verkäufe), wie technisch (China-Hersteller ersetzen ASML und US-Chip-Lieferungen), wie militärisch (China hat Hyperschallwaffen aber die USA nicht, Taiwan wird immer heißer, etc.), etc. Global ist dieses China- Desaster der US- Außenpolitik sehr wohl bemerkt worden.
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+> Volles Desaster im Rahmen der globalen Ordnung (BRICS als neue Welt- Wirtschafts- Anlauf- Stelle / G7 de facto zur Randerscheinung deklassiert), sichtbar werdend das Bröckeln des US- Wirtschafts- und Polit- Monopols.
+> Und so weiter. Allerorten ist die Erosion der (nun schon ehemaligen) West- Dominanz, also USA und Euro- Vasallen, spürbar, ja sehr klar erkennbar. Überall sieht man neue Macht- Zentren. Militärisch ist Russland nun die Nummer 1 im globalen Ranking, wirtschaftlich hat China die Führungsposition übernommen, und Indien versucht gerade den globalen Süden auf seine Seite zu ziehen (und damit die Dominanz des China- Commonwealth etwas auszugleichen).

Ahnungslos- no- Brainer Blinken hat den US- Karren an die Wand gefahren, nun soll Viki Nuland (bekannt für harte Maßnahmen, und damit einhergehendem Chaos) neuen Schwung (wird chaotisch aber immerhin Schwung) in das Außenministerium bringen.

FPI hatte vor Monaten geschrieben „Die Belagerung dreht“, und damit gemeint, dass nicht mehr der Westen den Rest der Welt belagert, sondern dieser Rest der Welt beginnt den Westen zu belagern. Nun, die Belagerung hat gedreht, der Druck vom Rest der Welt auf den Westen ist spürbar, und wird ständig stärker. Die Zeit arbeitet für den Rest der Welt, und gegen den Westen.

Als Victoria Nuland vor einigen Wochen zur Stellvertretenden Außenministerin ernannt wurde – sie sollte die US-Außenpolitik koordinieren – war klar, die USA haben Probleme.
Allerdings, Nuland hatte bisher keine Erfolge.
Als erstes kam, was nicht erwartet worden war – Putsch in CFA- Niger, dem wichtigsten Uran- Lieferanten Europas.
Nuland reiste nach Niger, bekam dort kein Treffen mit dem Putsch- Führer selbst, aber sprach 2 Stunden lang mit hohen Putsch- Offizieren. Zwischenzeitlich ließ Nuland verlauten, diese hohen Offiziere hätte ihr im Gespräch gesagt, sie würden den Niger-Ex-Präsidenten exekutieren, wenn es zu einer Militär- Intervention käme. Ob Nuland hier gelogen hat (wie sie es meist tut), und damit das Putsch- Regime verleumdet hat, ist unklar.
Was man daraus lernen kann: Wer mit Nuland redet, kann verleumdet werden. Man bemerke, der Putsch- Führer sprach NICHT mit ihr, eine Vorsichts- Maßnahme, die sich nun auszahlt (ihm kann diese Aussage über die Ex-Präsidenten-Exekution nicht angehängt werden).

Was hat sich seit Nulands Ernennung im Rahmen der US- Außenpolitik geändert?
Eigentlich haben sich die Desaster nur ausgeweitet (u. a. auch bezogen auf die neue Problemzone Niger). Die USA haben im Chip- Krieg zwischenzeitlich vor China kapituliert, und so weiter.
Die Russen machen in der Ukraine was sie wollen (die USA=der Westen dahingehend hilflos, wie vor Nulands Ernennung auch), China macht wirtschaftlich, finanziell, technisch und militärisch weiter massiven Druck (die USA=der Westen dahingehend hilflos, wie vor Nulands Ernennung auch), BRICS erfreut sich weiterhin vieler Beitritts- Anträge (aktuell schon mehr als 20 – mit dabei z. B. Saudi Arabien, UAE, etc.) sowie wirtschaftlicher Zielsetzungen (De- Dollarisierung, etc.) und macht damit die G7 zur Randerscheinung des globalen Wirtschaftslebens, und global wird immer klarer sichtbar, dass USA bzw. der Westen völlig in der Defensive sind.
Alles wie gehabt, wie unter Blinken – die USA=der Westen dahingehend hilflos, wie vor Nulands Ernennung auch.

Wir müssen etwas tun – so das State Department – damit es so aussieht, als sei das Gesetz des Handelns noch bei uns.
Deshalb werden nun ATACAMS und Taurus in die Ukraine geliefert (der Westen bestimmt – und weitet aus), deshalb die Luftraum- Verletzungen von Frankreich in Niger (der Westen hat das Gesetz des Handelns – und weitet aus), deshalb der Angriff auf die Nigergarde mit Toten (der Westen provoziert).
Y
Bei dem Angriff des französischen Militärs auf die Nationalgarde in Niger am 9. August wurden fünf Menschen getötet und vier verletzt. Medien

Der Westen lässt die ECOWAS beschließen, dass die ECOWAS-Standby-Force aktiviert werden soll (sind nicht Standby-Forces per Definition grundsätzlich aktiviert?), und lässt mediales Trommelfeuer auf die West- Bevölkerung und Niger regnen.

Niemand darf bemerken, dass wir in der Defensive sind, und nur mehr auf das reagieren, was uns vorgesetzt wird – so der Tenor, von Nulands PR- Offensive.

Absolute Ratlosigkeit, die sich hier manifestiert, in Provokationen, weil man sonst nicht mehr weiß, wie man Präsenz zeigen sollte.
Die Polit- und Wirtschafts- Sanktionsmöglichkeiten sind ausgeschöpft, militärisch ist der Westen (siehe Ukraine) de facto am Ende, und wird gerade mit Niger mit einer zweiten Todesfront konfrontiert, in der sich die gleiche Ratlosigkeit wie in der Ukraine entfaltet.

Nuland sollte eigentlich diesem Abwärts- Trend entgegenwirken, stattdessen läuft der Trend weiter, und zwar noch schneller. Nuland ist nicht mal in der Lage, gewisse Bremsen gegen den Trend zu installieren. Machtlos müssen die USA zusehen, wie sie von den Trend- Auswirkungen demontiert werden.

West- Journalist-innen- Lüge: “Vereinte” ECOWAS will Militär- Intervention

Die West- Medien haben strikte Weisung darzustellen, dass ECOWAS vereint die Militär- Intervention will.

Kein Wort davon, dass in Ghana eine heftige Kontroverse läuft (Präsident will die Intervention, Parlament strikt dagegen), Liberias Präsident (mit Parlaments- Backing) heftig mitteilt, sein Land werde keinesfalls an der Militär- Intervention teilnehmen, und in Niger selbst, der Präsident mal für die Militär- Intervention spricht – und mal dagegen, und der Niger- Senat völlig dagegen ist.
Y
Auch kein Wort davon, dass in Nigeria der Generalstab klar sagt, man könne aus den Krisengebieten im Osten (=Boko-Haram-Terror-Überfälle), keine Truppen abziehen, weil man alle eingesetzten Einheiten auch dort brauche. Eigentlich, so wird angemerkt, habe Nigerias Armee kaum freie Kapazitäten, weil man die Soldaten im Kampf gegen den Terror brauche.

Nigeria- Armee: Offiziere + Mannschaften zwischen Befehl und erlebter Realität

Offizier X der Nigeria- Armee. Er ist gut integriert, hat Familie, und Verwandte in Niger (ganz Nord- Nigeria hat diesen Verflechtungs- Zustand von Familien und Freunden zwischen Niger und Nord- Nigeria, wo auch die Moslems Nigerias leben). Diese Niger- Verwandtschaft ist immer wieder zu Besuch bei ihm zu Hause (und er auch bei denen in Niger). De facto existiert die Grenze Nigeria-Niger nicht. Es ist, mehr oder weniger, offener unkontrollierter Grenzverkehr.
Dieser Offizier bekommt von seinen Verwandten erzählt, was denn wie in Niger läuft (und zwar nicht erst seit dem Putsch). Die Raubzüge der Franzosen bekam er erzählt, die nun gemachten Aktivitäten der Niger- Junta bekommt er auch erzählt. Der Offizier glaubt seinen Verwandten absolut, und den Medien nur insoweit, wie sie die Verwandten bestätigen.
Y
Wenn nun so ein Offizier mit seiner Einheit gegen Niger geschickt wird, um gegen sein Brudervolk, seine Verwandten (manche sind dort in der Armee) zu kämpfen, dann hat der Offizier ein Problem. Natürlich ist er seinem Eid zu Nigeria verpflichtet, natürlich liebt er sein Heimatland Nigeria, aber, WARUM, so fragt er sich, soll er gegen diese Niger-Junta marschieren, die doch seinen Verwandten eine bessere Zukunft bescheren will, und das Land von den Raubzügen Frankreichs befreien will?
Dieser Offizier ist PRO-Nigeria in jeder Weise, aber NICHT anti-Niger-Junta, denn, seine Verwandten und Freunde aus Niger erzählen ihm genau was läuft. Sie erzählen seit Jahren (nicht erst seit dem Putsch), und er ist über die Verhältnisse durchaus gut informiert.

Er hat gerade in den Medien gesehen, wie die Militär- Junta der ECOWAS- Delegation Verhandlungen verweigerte, wie US-Nuland in Niger war (und nachher die Präsidenten-Exekutions-Geschichte brachte), und wie die Niger-Junta ohne lange Terminvereinbarungen die traditionellen Stammes- Chefs der Nord- Nigeria- Grenzregionen empfingen. Er sah in seinen Medien, dass diese Meetings in angenehm- freundschaftlicher Atmosphäre stattfanden.
Die Stammesführer vermittelten, dass es innerhalb der „Familie“, also von Nord- Nigeria- Stammesführern, zu Niger- Junta, keinerlei Probleme gäbe, alles in Ordnung ist, war die Botschaft. Sehr wohl wurde auch bemerkt, dass es von außerhalb der „Familie“ (gemeint Westen= Frankreich, UK, USA, EU etc.) sehr wohl starke Beeinflussungen gäbe, die die Einheit der Familie gefährden würden, ja die Familie trennen wollen.
Der NIGERIA- Offizier ist der Meinung, dass die Familie gut sei, und es nicht gut ist, wenn von außerhalb durch Lügen- und Hetz- Propaganda Zwietracht gesät würde.
Y
Wenn so ein Nigeria- Armee- Offizier gegen Niger geschickt wird, dann ist er in keiner Weise davon überzeugt das Richtige zu tun, und will eigentlich nicht.
Eine absolute Zerreißprobe für die Nigeria- Armee – sic!

Wenn Niger aktiv wird, wird es nicht gegen die Familie (=Nigeria) aktiv, sondern gegen jene äußeren Aktivist-innen, die die Familie zerstören wollen. Diese Aktion gegen Frankreich wird im Westen zu restlosem Total- Entsetzen führen, ABER, in der Region, vor allem in Niger und Nord- Nigeria mit positiver Genugtuung aufgenommen werden.
Was ist besser für Frankreich – bleiben oder freiwillig abziehen?
Frankreich wird ein Dien-Bien-Phu 2.0 erleben, wenn es bleibt, und dann gegen die Niger- Armee kämpfen muss (oder nicht kämpft, und demütigend aus dem Land herauseskortiert wird). 2023 als Neu- Auflage von 1954.

Genau vor diesem Problem steht der Westen, einem Problem das er nicht lösen kann. Der Westen ist gewohnt, durch Lügen- und Hetz- Propaganda, jedweden Polit- Zustand so darzustellen, wie er es braucht und haben will. Hier aber ist der Westen nicht in der Lage, die PR wirksam einzusetzen, weil die persönliche Gesprächs- Ebene zu stark ist.

Bild: In rot die 3er-Verteidigungs- Allianz, mit passiver Unterstützung von Guinea.

Nigeria (und evtl. Benin) mehr braucht man für die Militär- Intervention nicht

Nigeria ist für den Westen das Schlüsselland. OHNE Nigeria geht gar nichts. Wie bringt man Nigeria auf Kriegs- Kurs?

Nigeria ist für den Westen das Schlüsselland. OHNE Nigeria geht gar nichts.
Wenn nun Frankreich oder UK an der Militär- Intervention gegen Niger teilnehmen wollten (oder überhaupt vielleicht eine eigene machen wollen), dann müssen sie an Niger heran, an die Niger- Grenze. Das geht nur bei Benin (Grenze zu Nigeria ca. 150 km breit) und Nigeria (rund 1.000 km Grenze).
Y
Kein Land der Niger- Verteidigungs- Allianz (=Mali, Burkina Faso und Niger) grenzt ans Meer.
Guinea unterstützt zwar die Allianz mit Sympathie, ABER, ist nicht Teil der Militär- Verteidigungs- Allianz. Also auch über Guinea, das ans Meer grenzt, kann man nicht an die Allianz heran, denn Guinea hat nur Sympathie aber keinen militärischen Beistand erklärt (FPI-Anmerkung: very clever).
Y
Die West- Mächte brauchen Benin oder Nigeria (am Besten beide), um eine Militär- Aktion abwickeln zu können.
Die West- Mächte könnten über die Elfenbeinküste in Mali einmarschieren, können dies aber nicht begründen, weil Mali nur seine Unterstützung für Niger erklärt hat, wenn die Militär- Intervention eintritt, aber selbst keine Aktivitäten gesetzt hat und in keiner Weise Teil der Niger- Beschlüsse der ECOWAS ist (dort geht es NUR um NIGER – NUR-sic!).

     
Foreign political-military assistance: France, UK, USA, etc. G7, EU, NATOInh. in mio. Inh. in mio.Foreign political-military assistance: Russia, China, etc.
Wagner
     
exUK-Col.-163. Nigeria230,5 <X ???(RUS-Wagner)
 xxxxx  xxxxx  
CFA-166. Benin13,5 13,5exFRA-Col.-182. Guinea
     
CFA-170. Senegal18,0 21,0CFA-186. Mali
CFA-177. Guinea Bissau2,0 22,5CFA-184. Burkina Faso
CFA-159. Cóte d´Ivore29,0 25,0CFA-189. Niger
CFA-162. Togo8,5   
    CFA= CFA-France-Zone
    =15 french- european
exUK-Col.-133. Ghana33,5 <X  financial colonies
NoCol.-178. Liberia5,5 <X  = fixed exchange rate
exPO-128. Cape Verde2,0 <X  with the Euro
     
exUK-Col.-174. Gambia2,5  Numbers= rank in
exUK-181. Sierra Leone9,0  HDI-Index of 2020/21
SUM >123,5 82,0191 countries listed
<X= Military Intervention   1= richest country
under political disput354,0 82,0191= poorest country
1234567890+12345678908888888888888888881234567890+1234567890

Die Zahlen geben die Platzierung im aktuellen UN- HDI- Index 2020/2021 an. Das reichste Land der Erde ist im Index auf Platz 1, das ärmste Land auf Platz 191. Wie man sieht, weit vorne sind die CFA- Länder nicht. Frankreich + EU/EZB haben das Armenhaus der Welt geschaffen.
CFA macht arm, bzw. sorgt dafür, dass man arm bleibt, das darf man für die afrikanischen CFA- Länder feststellen.

Das hat schon was, diese CFA-Revolte. Jene (ex-bzw. noch immer Kolonialmacht), nämlich Frankreich, hetzt die Frankreich- Kolonial- CFA- Plünderungs- Opfer aufeinander, jene die weiter Opfer bleiben wollen, und jene die sich gegen die Plünderung wehren, werden vorsätzlich- zielgerichtet aufeinander gehetzt, wobei die einen, die kolonial-loyalen (CFA- kolonial finanziell profitierenden), brav für die Interessen der (ex-bzw. noch immer Kolonialmacht) und deren Recht auf Kolonial- CFA- Raubzug kämpfen wollen (CFA- Senegal als leuchtendes Beispiel dieser Spezies).

CFA-Benin hat eine Sonderrolle, als Logistik- Hub, denn an seiner Küste ist die Hafenstadt Cotonou, und der dortige Hafen, ist der zentrale Logistik- Hub der ECOWAS bzw. Euro- Interventions- Truppen.
Das Uran aus Niger, wird (aktuell wurde) per LKW von Niger über den Uran- Highway (die am besten ausgebaute Überland- Straße im ganzen CFA- Gebiet) nach Cotonou gebracht, und dort verladen / verschifft. Uran geht momentan keines raus, dafür aber sollen wohl Waffen + Soldaten reinkommen.

Wie man sieht, sind die ECOWAS- Interventions- Zwerge nicht unbedingt kampfkräftig. Die einzigen zwei Faktoren, die wirklich heftig militärisch zu Buche schlagen sind Nigeria einerseits, und Wagner andererseits.

Groß- Revolte in den französisch- europäischen Finanz- Kolonien der CFA- Zone

Aufstand der ausgeraubt- Armen = Französisch ausgeraubte CFA-Revolutions-Gemeinschaft

Eine interessante Situation, DENN, grundsätzlich ist diese 3er-Verteidigungs-Allianz aus CFA-Staaten (Mali, Burkina Faso und Niger – passiv unterstützt durch exFrankreich-Kolonie Guinea) ein ultimatives Desaster im französischen Machtbereich. Gleichzeitig ist Frankreich (mit seinen verbliebenen Verbündeten) in schwacher Position.
UK hat Ex- Kolonie Nigeria, die alles entscheidende Regional- Macht, unter seiner Kontrolle. Frankreich ist darauf angewiesen, von UK bzw. Nigeria jene Waffenhilfe zu erhalten, die es braucht, um zumindest ansatzweise eine gewisse Macht in der Region ins Feld zu stellen.
Y
Gleichzeitig hat nun aber auch UK beginnende Probleme mit Ex-Kolonie Nigeria. Dort wurde gerade der Generalstabs- Chef ausgewechselt (Putsch- Befürchtungen), aber der neue ist wie der alte Generalstabschef, nämlich vorsichtig und irgendwie sogar realitätsnahe.
Gegen Wagner zu kämpfen ist schon nicht wünschenswert, und wenn Niger auch noch ein Hilfeersuchen an Russland sendet (wie 2015 Assad für Syrien), dann hat man auch noch die Russen voll als Gegner. Wollen wir, wie die Ukraine, mit Drohnen und Bomben in den Staats- Stillstand gebombt werden? – der Generalstabschef bringt diese Bedenken vor, und Präsident Tinubu (normalerweise völlig UK bzw. West- gläubig), erkennt, dass dies möglicherweise nicht die beste aller Ideen ist, diese Militär- Intervention in Niger.
Y
Weitergehend- was man auch langsam erkennt, West- Taktiken und West- Waffen kann man vergessen – sind in der Ukraine völlig unwirksam. Eine Erkenntnis die sich nun schon bis Afrika durchgesprochen hat.
Y
Es ist keine Götterdämmerung, es ist eine Realitäts- Dämmerung, die langsam die ECOWAS- Interventions- Staaten erfasst.

Für den Westen zentriert sich alles auf eine einzige Struktur- Engstelle, und das ist nicht NIGER, sondern NIGERIA. Wenn Nigeria nicht mitmacht, dann hat Frankreich (und UK), ja der ganze Westen, ein Problem, und zwar ein gewaltiges.
Nigeria wiederum sieht die Schwäche des Westens, von Russland, in der Ukraine, eine Militär- Ohrfeige nach der anderen kassiert, und praktisch wehrlos (=West- Taktik und West-Waffen haben sich als unwirksam herausgestellt) zusehen muss, wie Russland agiert. Der Westen ist nicht in der Lage, Russland unter Kontrolle zu halten, das hat Nigeria begriffen. Auf den Westen braucht man weder hoffen noch setzen, die Ukraine hat das getan – alles auf den Westen gesetzt – man sehe sich die Ukraine an, wo die nun steht.

Truppeneinsatz gegen Niger: Ist der Westen gegen Niger mutiger als gegen Russland?

Ja aber, der Westen könnte doch über CFA- Benin Truppen anlanden, und dann nach CFA- Niger vorstoßen. Könnte, ja, aber die diese Idee betreffenden Staaten, also die Ex- Kolonial- Mächte Frankreich und UK, sind dazu zu feige.
Y
Im nobel- moralisch- überlegenen Westen ist es üblich andere die Drecksarbeit machen zu lassen. In der Ukraine kämpfen die Ukrainer für die Interessen des Westens (man bemerke, Ukrainer wie Russen (sic!) kämpfen selbst – der Westen jedoch lässt für sich kämpfen), und im Rahmen von Niger, sollen die Afrikaner für die Interessen des Westens kämpfen (=die Drecksarbeit machen). Die Ukrainer sterben – für den Westen (der Westen kämpft bis zum letzten Ukrainer), und die Afrikaner können doch auch für den Westen sterben (der Westen kämpft bis zum letzten Nigerianer).
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Es geht bei ECOWAS nicht um die Kampfkraft (da bräuchte man gar nicht erst anfangen), sondern darum, dass ECOWAS einen Aktions- Rahmen vorgibt, hinter dem sich die West- Aktivist-innen verstecken können.

Das einzig wirklich interessante noch bei der Sache ist, wie Franzosen, Briten und Amerikaner es schaffen, Nigeria zu knacken, und in den Krieg zu treiben. Der Westen braucht den Krieg, und vor allem den Zugang zu Niger über Benin und Nigeria. Alle Register wird der Westen ziehen. Mal sehen, was rauskommt.
Fakt ist, dass sie Nigeria vermutlich knacken werden. Wie ist noch unklar, ABER, sie müssen Nigeria knacken, also werden sie es irgendwie schaffen (müssen).
Nochmal:
Gebraucht wird NICHT die ganze ECOWAS, gebraucht werden DER Schlüsselstaat, und das ist Nigeria. Mit CFA- Benin noch dazu, ist das notwendige Duo komplett. Mehr brauchen Franzosen, Briten und USA nicht, nur die beiden Staaten.
Benin ist kein Problem, denn Benin ist schon dabei. Nigeria aber, ist ein Problem, dass nun Nuland in irgendeiner Weise lösen wird müssen.

Die Frage ist, was setzt sich durch: Die phantastischen Wünsche des Westens, oder die gegebenen Realitäten der Ist- Zustände?
Y
Wie in der Ukraine auch, werden sich die phantastischen Wünsche des Westens durchsetzen. Am Ende wird der Westen so in den Seilen hängen, wie er aktuell in der Ukraine in den Seilen hängt.

Vielleicht lässt man die Interventionstruppe angreifen, mit den 3.500 Mann wird Niger locker fertig, und dann, wird massives Entsetzen dargestellt, und ein Groß- Krieg sollte dann folgen (mit Unterstützung des Westens, also auch UK und Frankreich).

Wesentlich ist ein Faktor, der gerne vergessen wird: Die Uhr tickt.
Frankreich hat von Niger eine deadline gesetzt bekommen – Räumung des Militär- Stützpunktes innerhalb von 30 Tagen.
Wir werden sehen, was nach diesen 30 Tagen passiert.

Weiters glaubt der Westen, dass Krieg die Lösung sei. Man brauche nur den Krieg bekommen, schon habe man die Lösung, so der Glaube, der West- Militärs ebenso erfüllt wie West- Politiker- innen und Journalist-innen.
Dazu eine kleine Gedächtnis- Auffrischung:
Genau das glaubte man im Rahmen der Ukraine auch. Und wo sind wir heute?

Ende der Kolonial- Reiche UK und Frankreich und die nicht-mehr-Macht der EU.

Betrachtet man UK, so stellt man fest, dass der Niedergang dieser ehemaligen Weltmacht wohl drastischer nicht sein könnte. Das liegt auch am politischen Selbstverständnis, und gegebener politischer Unfähigkeit, der herrschenden politischen Klasse.
Statt ein System der UK- Heimatland- optimal- Verwaltung und Entwicklung zu installieren (was in den 1950er und 60er-Jahren im Aufbau begriffen war, und nicht so schlecht funktionierte), war man danach weiter bestrebt, globale Bedeutung darzustellen. Die (knappen) Ressourcen gingen in globale Abenteuer, und für die Entwicklung von UK selbst, blieb wenig. Nun steht UK vor dem wirtschaftlichen Ende – siehe aktuelle Wirtschafts- Daten – vor einem de facto Kollaps. Dies ist nur zu geringem Teil dem BREXIT geschuldet, sondern, großteils, der fehlenden politischen Fähigkeit, der politisch Leitenden, ohne Kolonien (deren Vermögen man für sich verwenden kann), nur bezogen auf sich selbst (also wirtschaftlicher Eigen- Leistung), nachhaltige Wirtschafts- Zustände darzustellen.
Y
Aber Frankreich hat doch die Ent- Kolonialisierung (im Gegensatz zu UK) doch geschafft – oder?
NEIN, denn Frankreich hatte keine Ent- Kolonialisierung, sondern die Kolonien im Rahmen der CFA- Zone (auch mit Hilfe von EZB und EU) weitergeführt. Die Ent- Kolonialisierung von Frankreich beginnt JETZT, genau JETZT, mit dem Niger- Putsch.
Für Frankreich wird es noch härter. Die aktuelle politische Klasse dort ist es gewohnt, aus dem Vollen zu schöpfen, was CFA- Afrika liefert. Wenn die Afrika- Raub- Ressourcen nicht mehr gegeben sind, wird der Kampf ums nackte Überleben (und zwar Selbst- Überleben – ohne Kolonien, deren Vermögen Frankreich für sich selbst verwenden konnte) beginnen.
Frankreich hat nicht das Polit- und Wirtschafts- Personal, um damit zu Recht zu kommen (wie UK auch).
Y
Damit sind UK und Frankreich de facto nur mehr Papier- Tiger die als Veto- Mächte im UN- Sicherheits- Rat sitzen, ABER, keine Eigen- Wirtschafts- und Polit- Kraft mehr zur Macht- Entfaltung aufbringen können.
Die USA werden in genauso schlechter Verfassung sein, und das Trio der Gescheiterten, wird im Welt- Sicherheitsrat ein Blockade- Dasein im Hungerleider- Modus führen.
Y
Der Kampf um Niger wird genau diesen Zustand – Papier- Tiger ohne Eigen- Macht + Kraft – global drastisch bemerkbar machen. Global, nicht nur in Afrika, auch Latein- Amerika und Asien werden zusehen und bemerken, wie die Kräfteverhältnisse sind (was sie aktuell schon im Rahmen der Ukraine bemerken).
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Ja dann bleibt Europa ja nur noch Deutschland.
Bliebe – bleibt aber nicht, denn Deutschland fährt ein radikales De- Industrialisierungs- Programm (mit dem derzeitigen Industrie- Mix sind die CO2-Ziele der Grünen, Habeck +Baerbock, nicht erreichbar). Es herrscht in der politischen Klasse Deutschlands völlige Einigkeit (auch von CDU/CSU und FDP – auch wenn die ab und an PR- Aufstände machen), dass eine umfassende De-Industrialisierung stattzufinden habe, ja dringend notwendig sei (irre aber gegebene Realität), und wird ja auch, in umfassendem Konsens, genauso umgesetzt.
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China, Indien und so weiter, auch Afrika und Lateinamerika, kann all das produzieren, was Europa heute produziert, aber nicht mehr produzieren will. China, Indien, und so weiter – sie alle werden produzieren, und Europa wird nicht mehr Nabel der Welt sein (als dass es sich gerne sieht), sondern heruntergekommene Sackgasse, eines gescheiterten Wirtschafts- Wahn- Systems.
Y
Das versprochene Ersatz- System, das statt der Produktions- Wirtschaft in Europa kommen sollte, das Dienstleistungs- System, das die Welt regiert (G7-rules-based-world-order), wird nicht kommen. Europa bleiben Produktions- Ruinen, und nicht eroberte Herrschafts- Gebiete (es wird für die Dienstleister nichts zu regieren geben – regieren werden RIC Russia-India-China – und die jeweiligen Länder selbst). Ukraine und Russland waren in diesem Rahmen fix geplante Macht- Bereiche. Werden sie aber nicht werden – sic!
Das alte Macht- System hat man abgestoßen, noch bevor man das neue Macht- System erobert hatte. Man hat im Westen das Fell des Bären verteilt, bevor der Bär erlegt war. Nun hat man das Ergebnis – sic!
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Die Träume der letzten 20 Jahre, dieser Polit- und Wirtschafts- Leitungs- Klasse, werden nicht nur Träume bleiben, sondern weil diese Luftnummern zerplatzen, zu wirtschaftlichen Alp- Träumen werden, DENN, die Produktions- und Wirtschafts- Substanz ist weg, und damit nichts mehr da, was als Wirtschafts- Macht- Instrument genutzt werden könnte.
Wirtschaftliche Macht- Losigkeit und Verarmung stattdessen als neue Zustände – sic!.

Von Europa bleiben alte Legenden – Wirtschaftswunder und so, also Gebrüder Grimm im Wirtschafts- Modus – mehr nicht.

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